Eucabal DIY Ein Erkältungsbad selbst machen
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DIY: Ein Erkältungsbad selbst machen

Eucabal DIY Ein Erkältungsbad selbst machen

DIY: Das Erkältungsbad selbst machen

Wann ist ein Erkältungsbad sinnvoll?

Die Nase kribbelt, die Füße und Hände sind eisigkalt und ein Frösteln geht durch den Körper – oftmals sind das die ersten Anzeichen einer sich anbahnenden Erkältung. Machen sich diese Symptome bemerkbar, dann ist das Erkältungsbad ein altbewährtes Hausmittel. Allerdings ist es wichtig, auf den eigenen Körper und die Symptome zu hören. Denn ist die Erkältung bereits ausgebrochen, ist von einem heißen Bad abzuraten. Vor allem bei Fieber kann das warme Wasser den Kreislauf belasten und eher schädlich für den Körper sein.[1]

Gesund baden bei Erkältung

Die wohltuende Wärme wirkt nicht nur dem Frieren entgegen, sondern fördert auch die Durchblutung der Haut, entspannt die Muskulatur und lindert so auch unangenehme Gliederschmerzen. Gleichzeitig werden die körpereigenen Abwehrkräfte angekurbelt, die wiederum verhindern, dass sich Bakterien und Viren verbreiten können. Erkältungsbäder auf Basis von Kräutern, Salzen und ätherischen Ölen können somit frühe Erkältungssymptome lindern und das Immunsystem in seiner Funktion zu unterstützen.

Erkältungsbad aus Ölen oder Kräutern

Das Beste am Erkältungsbad ist, man kann seine eigene Mischung mit nur wenigen Zutaten selber machen. Hierzu eignen sich besonders Zusätze, die entzündungshemmend, beruhigend und schleimlösend wirken. Die wichtigsten Inhaltsstoffe sollten dabei immer unbehandelte Kräutermischungen und ätherische Öle sein. Diese sind meist in Reformhäusern, Drogeriemärkten und auch Apotheken erhältlich.

Kräuterbad bei Erkältungen

Kräuter haben nicht nur im Tee eine wohltuende Wirkung, sondern sind auch ideal geeignet für ein entspannendes Erkältungsbad. Durch die Hitze können die ätherischen Öle der Kräuter verdampfen und durch die Atemwege vom Körper aufgenommen werden. Über die Haut gelangen sie zudem in den Blutkreislauf. Kräuter wie Kamille, Fenchel, Pfefferminz oder Thymian wirken entzündungshemmend sowie krampf- und schleimlösend und können somit die Atemwege befreien und fiese Keime beseitigen. Die duftenden Kräuternoten machen das Bad zudem zu einem entspannenden Sinnes- und Erholungserlebnis.

Rezept aus natürlichen Kräutern

Zutaten für ein Bad:

  • 2 Beutel Kamillentee
  • 2 Beutel Fencheltee
  • 2 Beutel Pfefferminztee
  • 1 TL Anis

Anwendung:

  • Einen Liter Wasser zum Kochen bringen und anschließend auf 80 Grad abkühlen lassen.
  • Geben Sie nun die Teebeutel sowie den Anis hinzu und lassen Sie die Mischung ca. 10 Minuten ziehen.
  • Badewasser einlassen.
  • Anschließend die Flüssigkeit durch ein Sieb in das Badewasser geben und fertig.

Erkältungsbad mit Ölen

Öle können sowohl über die Atemwege als auch über die Haut aufgenommen werden. Besonders wirksam sind Öle wie Eukalyptusöl, Latschenkiefernöl, Pfefferminzöl, Fichtenöl, Thymianöl oder auch Myrtenöl, da sie die Atemwege von Schleim befreien, die Durchblutung von Nasen- sowie Rachenschleimhaut steigern und gleichzeitig die Immunabwehr stärken können. Bei der Verwendung von Ölen sollten Sie allerdings darauf achten, dass bestimmte Inhaltsstoffe die Haut reizen können. Daher sollte sie immer in verdünnter Form verwendet werden. Zum Beispiel mit etwas Honig oder neutraler Seife.

Rezept aus ätherischen Ölen

Zutaten:

  • 500 ml Olivenöl (oder Mandel- oder Jojobaöl)
  • 20 ml Eukalyptusöl
  • 20 ml Latschenkiefernöl
  • 10 ml Ingweröl

Anwendung:

  • Die Öle in eine Glasflasche geben und kräftig mischen.
  • Badewasser einlassen.
  • Eine Tasse der Mischung in das warme Badewasser geben und entspannen.
  • Den verbleibenden Inhalt der Flasche kühl und dunkel aufbewahren

Das Eukalyptusbad

Manchmal fehlt allerdings die Zeit, um schnell ein eigenes Öl oder Kräuterrezeptur zu mischen. In diesen Fällen können spezielle Erkältungsbäder aus der Apotheke helfen. Ein Eukalyptusbad befreit und beruhigt die Atemwege und wirkt vorbeugend bei möglicher Erkältung. Der wohltuende Duft ist für die ganze Familie gedacht und tut sowohl Kindern als auch Erwachsenen gut.

Die richtige Temperatur wählen

Die eigene Erkältungsbadmischung ist fertig. Nun gilt es, das Badewasser einzulassen. Aber was ist die richtige Temperatur? Grundsätzlich wird eine Badetemperatur von 23 bis 38 Grad Celsius empfohlen. Aber wer hat schon immer ein Thermometer zur Hand? Daher gilt: Hören Sie auf Ihr Körpergefühl und wählen Sie die Temperatur, die für Sie angenehm ist. Allerdings sollte das Wasser nicht lauwarm sein, da es dann nicht die gewünschten Wirkungen erbringt. So entspannend und angenehm das Bad auch ist, es sollte nie länger als 20 Minuten dauern.

Nach dem Baden warm einpacken

Das heiße Wasser führt dazu, dass die Gefäße im Körper sich weiten und der Blutdruck sinkt. Dies kann dazu führen, dass Ihr Kreislauf geschwächt ist. Stehen Sie daher langsam auf und steigen Sie vorsichtig aus der Badewanne. Anschließend gilt es, sich gut abzutrocknen und warm einzupacken. Am besten geht es nach dem Bad für mindestens ein bis zwei Stunden ins Bett, damit der Körper sich erholen kann.

 

 


[1] https://www.apotheken-umschau.de/Erkaeltungsbad